Das Jahr 2021 startet mit neuen Ideen und Engagement für unseren Beruf. Wir werden die Umsetzung der BBiG Novellierung angehen und fortlaufend über die Reaktionen auf unsere Stellungnahme zur Ausbildereignung berichten. Laufende Up-Dates finden Sie im Mitgliederbereich: Einfach einloggen

Das BBiG wurde novelliert und trat zum 01.01.2020 in Kraft. Die Weiterbildungsstufen Berufsspezialist, Bachelor Professional und Master Professional müssen nun mit Inhalten gefüllt werden. Welche Inhalte sollen in die Verordnungstexte aufgenommen werden? Was wird in der Praxis benötigt?

Beteiligen Sie sich an der Entwicklung unseres Berufes und schreiben Sie uns Ihre Meinung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hintergrund zur Ausbildereignungsprüfung:

Mit erfolgreichem Abschluss zum geprüften Rechtsfachwirt sind Rechtsfachwirte gemäß § 9 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Rechtsfachwirt/Geprüfte Rechtsfachwirtin vom 23.08.2001 (RechtsfachwPrV) von der Ablegung des schriftlichen Teils der Ausbildereignung befreit.

Einige Kolleginnen und Kollegen haben den praktischen Teil daher bereits bei der IHK abgelegt. Das befähigt aber leider nicht dazu Rechtsanwaltsfachangestellte auszubilden, sondern lediglich z.B. Kauffrau/-mann für Büromanagement. Die freien Berufe (Rechtsanwälte, Ärzte, Steuerberater usw.) fallen insoweit nicht unter die AEVO, sondern haben eine eigene Verordnung, die derzeit nur die Mitwirkung von qualifizierten Arbeitnehmern an der Ausbildung vorsieht. Eine Abnahme des praktischen Prüfungsteils durch die für uns zuständigen Kammern, also RAK, scheitert derzeit an der fehlenden gesetzlichen Grundlage. Nach heutigem Stand gelten nach der ReNoPatAusb-FachEigV nur Rechtsanwälte, Notare und Patentanwälte ohne weitere Voraussetzungen als fachlich zur Ausbildung geeignet.

Wir dürfen also Rechtsanwaltsfachangestellte prüfen, aber nicht ausbilden?